Huhu, oh mein Gott, ich hatte so eine schöne Zeit in Dublin und damit ich auch ja nichts auslasse, schreib ich euch alles ganz genau auf ;)
Tag 1
Um 6 Uhr in der Früh hieß es für mich am Donnerstag Morgen aufstehen. Die letzten Sachen wurden gepackt, rasch gefrühstückt und dann gings mit dem Zug nach Gatwick Airport. Der Flug war recht angenehm und wir landeten 15 Minuten zu früh in Dublin, Irland. Da ich nur Handgepäck dabei hatte, stand ich auch sehr schnell draußen vorm Flughafen und während ich mich zu der Bushalte Stelle der Nummer 16A durchgefragt habe, wurde mir langsam bewusst, dass ich tatsächlich in Irland bin. Das erste mal in meinem Leben. (Hach, es ist doch immer aufregend Fuß auf unbekanntes Land zu setzen ... auch wenn die meisten Länder auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aussehen ;) ) Ich fand also meinen Bus, hab mit der Ticketmaschine gerungen bis ich endlich mein Ticket hatte und dann kam auch gleich der Bus. Das doofe in den Dubliner Bussen ist nur, dass sie dir nie die Haltestellen ansagen. Du weißt also nie wo du bist. Ich wusste, dass ich an O'Connel Street aussteigen musste und ich wusste auch, dass es die größte Straße Dublins ist - aber trotzdem, wenn man diese Straße vorher noch nie gesehen hat, woher soll man dann wissen welche es ist? Ich saß also etwas unwohl im Bus, hab mit mir gerungen und mich schließlich dazu gebracht ein russischen Paar, das vor mir saß, zu fragen, ob sie mir bescheid sagen können, wenn wir an O'Connel Street sind. Letztendlich wurde die Haltestelle sogar vom Busfahrer angesagt, weil es eben das City centre war und der Bus von Flughafen kam. Ich also an O'Connel St raus und das erste was ich sehe ist der Spire. Ein schlanker, metallener hoch in den Himmel ragender, spitzzulaufender Turm.
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| Der Spire |
Von O'Connel St bin ich in die Talbot St und dann immer weiter bis ich in der Hyacinth St ankam. Nun muss ich hier wohl eine kleine Erklärung einwerfen: Der Grund, weswegen ich diesen kleinen Dublinurlaub gemacht habe ist, dass Hannah mit einem ihrer Jungs nach Dublin geflogen ist um die Großeltern zu besuchen. Da wir beide eh irgendwann nach Dublin wollten, war das die perfekte Gelegenheit. Ich habe meine Gastfamilie gefragt, ob ich den Donnerstag frei bekommen könnte, weil sonst würde es sich von den Kosten her nicht lohnen, wenn ich erst am Donnerstag Abend geflogen wäre. Das einzige Problem war, dass ich nicht bei den Großeltern schlafen konnte, weil die kein sehr großes Haus haben. Ich wollte aber ungern was für meine Unterkunft bezahlen. Also hab ich mich fürs Couchsurfing entschlossen. Ich hatte mich auf der Seite angemeldet und ein paar Leuten geschrieben und ein schwedisches Mädchen, ihr Name ist Camilla, das zurzeit in Dublin lebt, hat sich zurückgemeldet. Sie klang super nett und so haben wir alles arangiert. Sie hat mir den schnellsten Weg vom Flughafen zur O'Connel St gesagt und mir auch mit vielen andern Dingen geholfen.
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| Hyacinth Street |
Ich brauchte also so 20 Minuten um zu ihrem Haus zu laufen. Sie wohnt nördlich des Liffey (der Liffey ist der Fluß, der Dublin einmal in der Mitte teilt. Und es ist wirklich so, dass er die Stadt in den reichen Süden und den armen Norden trennt.) Als ich schließlich in der Straße ankam war mein erster Gedanke: Oh Gott, wo bin ich gelandet?! Es war eine heruntergekommen Gegend am North Strand, gleich neben Eisenbahnschienen und mit kleinen Häusern und grauen Straßen. Aber Camilla begrüßte mich herzlich und das Haus war auch sehr angenehm, in dem sie lebte. Es sah halt wie eine typische Wohnung aus, wo junge Leute leben und die zu den billigeren Unterkünften gehört. Camilla teilte sich das Haus mit Michael (Polen), Johnny (eigentlich Joao, aber niemand kann den Namen korrekt aussprechen, Brasilien), Thomas (Litauen) und Clare (Irland). Aber die habe ich erst alle später kennen gelernt. Zu erst habe ich nur Camilla getroffen und die hat mir auch nur das nötigste gezeigt, mir einen Schlüssel für
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| Das war das erste was ich von dem Viertel sah, in dem ich wohnen würde xD |
die Tür gegeben und musste dann auch sofort los zu ihrer Arbeit. Ich hab meine Tasche abgestellt, mir meine Umhängetasche und was ich brauchte geschnappt und bin dann zurück zur O'Connel St, weil ich da um halb eins mit Hannah verabredet war. Hannah war zusammen mit Charlie (ihrem älteren Jungen) schon am Tag zuvor in Dublin angekommen und hat, da sie eine Freundin da hatte, die in Dublin als Au Pair arbeitet, schon alles typisch Sehenswerte gesehen. Das ist aber wirklich nicht viel und verglichen zu London nichts. Eh, ist im Vergleich zu London alles sooo viel kleiner! Ich kam mir ein wenig vor wie in Hamburg xD
Es war schon seltsam Hannah in Dublin zutreffen. Am Mittwoch Mittag hatten wir uns mit den Worten "Wir sehen uns dann Morgen in Dublin!" verabschiedet. Weird. Wir sind zuerst ein wenig den besseren Teil der Fußgängerzone entlang geschländert und ich musste erstmal was essen. Ich hatte mir für Dublin einen DK Travel Guide für Dublin gekauft (die DK Eyewitness Travel Guides sind echt empfehlenswert!) und schließlich haben wir uns überlegt einen der drei guided walk zu machen. Wir haben uns für den Walk around Christchurch entschieden. Wir haben uns also den Weg zur Parliament St gesucht, wo der Walk anfing und dann gings los. Hannah hat den Tourführer geahmt und alles erklärt (natürlich ohne es ausm Buch abzulesen! :P ), was wir gesehen haben. Haha Es war wirklich sehr lustig. Von der City Hall ging durch kleine Straßen zur Christ Church Cathedral, dann zum ältesten Pub Dublins, dem Brazen Head, danach zur
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| Haha Hannah gibt ihr bestes als Guid ;) |
St. Audoen's Church und schließlich zum Dublin Castle (das irgendwie mehr wie ein Spielzeug Schloss aussieht nur in Großformat :P ). Dort hörte unsere Tour offiziell auf, aber Hannah und ich haben sie dann noch etwas erweitert und sind vom Schloss nach Temple Bar gegangen. Temple Bar ist DAS Pubviertel überhaupt in Dublin. Man kann es wahrscheinlich mit Soho in London vergleichen. Und der eigentliche Pub The Temple Bar sieht schon ziemlich beeindruckend aus. Von Temple Bar aus sind wir zum Trinity College und haben uns da aufm Gelände ein wenig unter die Studenten gemischt und von dort aus ging es in die Shopping Straße: Grafton Street. (Das angenehme ist, dass das alles nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegt! :) ) Dort hab ich mir bei Accessorize dann auch gleich mal nen Hut gekauft :D Am Ende der Grafton Street steht ein riesiges, wunderschönes Shoppingcentre! Da sind wir dann auch noch mal durchgeschlendert und haben uns dann erschöpft bei wunderschönem Wetter in den St. Stephen's Green gesetzt und ein wenig ausgeruht.
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| O'Connel Street |
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| City Hall |
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| Christ Church Cathedral |
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| Der Liffey |
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| Diese gaelische Kreuzung gab es schon vor den Vikingern!! |
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| Dublin Castle xD |
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| Alles wird in Irland in englisch und in gaelisch angezeigt. Selbst in den Bussen und Bahnen. |
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| "Probably the best coffee in Dublin" hihi |
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| Bildhübsches Shopping centre :) |
Zum Abschluss unseres ersten Tages haben wir bei Burger King zu Abend gegessen xD Und dann wurde Hannah auch schon vom Großvater abgeholt und ich hab mich auf den Weg "nach Hause" gemacht. Als ich in meiner Unterkunft ankam war ich erst allein, doch dann kam Michael rein und hat sich vorgestellt und wir kamen ins Gespräch (er hat verwandte in München) und nach und nach kamen auch die anderen nach Hause, erst Thomas, dann Clare, dann Johnny und zuletzt Camilla. Sie waren alle super nett zu mir und wir hatten angenehme Gespräche. Johnny, der aus Brasilien, ist mütterlicher seits deutscher, was auch sehr interessant war. Obwohl ich so müde war, kam ich doch erst gegen Mitternacht ins Bett. (Ein sehr gemütliches Bett, nebenbei gesagt xD)
Tag 2
Für den Freitag hatte ich mich mit Hannah um 10 am St. Stephen's Green verabredet. Wir haben kurz überlegt und haben uns dann für den 90-Minütigen Walk through literary and georgian Dublin entschieden. Es ging östlich des Trinity Colleges los. Unser einziges Problem war, dass wir die meisten Schriftsteller auf deren Geburts - und Arbeitshäuser wir hingewiesen wurden, nicht kannten. Nur bei Oscar Wilde waren wir uns sicher ... und Patrick Kavanagh hat mir auch noch wage etwas gesagt. Aber es machte nichts, wir sind zwei Stunden durch Dubliner Straßen und Parks gelaufen und haben ein paar schöne Ecken gesehen. So sind wir zum Beispiel durch den Merrion Square durch, am Grand Canal (der nun wirklich nicht so GRAND ist) entlang, den Ely Place runter und wieder hoch (und haben sogar ein Blick in 8 Ely Place, das auch bekannt ist als das Ely House, erhascht, weil dort gerade etwas geliefert wurde und die Tür offen gelassen wurde. Dann gings durch den St. Stephen's Green und wir kamen am Newman House raus und schließlich durch ein paar Straßen und Gassen zurück zur Grafton Street.
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| Oscar Wilde am chillen im Merrion Square |
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| Jetzt war ich mal der Guide :) |
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| Der Grand Canal |
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| Und wir haben tatsächlich die Bekanntschaft mit Kavanagh gemacht - das musste natürlich fotografiert werden xD |
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| Ein typisch georgisches Haus, wie man sie überall in Dublin findet: Bunte Tür, Bogen über der Tür, die Fenster werden nach obenhin kleiner, genauso wie die Stockwerke. |
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| Ein Pavillion im St. Stephen's Green |
Um 12 haben wir uns dann mit der Freundin von Hannah getroffen, die ich schon erwähnt habe. Ihr Name ist Bente und sie war super nett. Wir haben zusammen Mittag gegessen und da Hannah um eins vom Großvater abgeholt werden würde (weil die zusammen zu Verwandten nach Kilkenny bis Samstag Abend gefahren sind), hat Bente mir super geholfen, weil ich nicht wusste, was ich alleine machen sollte. Sie hat mir das Archäologische Museum empfohlen und mich eingeladen mit ihr und einer Freundin Abends in den Pub zu gehen. Außerdem hat sie mir für den Samstag empfohlen nach Howth zu fahren, was nördlich von Dublin liegt. Ich habe dem Treffen am Abend dankend zugestimmt, denn - was wäre ein Aufenthalt in Dublin ohne einmal in den Pub zu gehen und ein Guinness zu trinken?!?
Hannah hat mich also dann um ein verlassen (:P) und Bente hat mich noch zum Museum geführt und hat sich dann verabschiedet.
Das Museum war klasse!!! Ich finde Archäologie ja eh faszinierend, aber das Museum war echt unglaublich!! Nicht nur die Ausstellungsstücke, von denen einige bis 7000 v. Chr. zurückreichen und unter anderem fünf verschiedene Moorleichen miteinschließen (sooooooo faszinierend!!! Woa, echt gruselig, dass man selbst nach über 2000 Jahren bei denen immer noch Gesichtszüge und Fingernägel und alles klar erkennt! ), sondern auch das Museumsgebäude an sich war ungemein beeindruckend. Das Museum wurde offziell im Jahr 1890 eröffnet und das Gebäude gilt als "ein vollendetes Beispiel des viktorianischen Palladianismus". Es gibt eine 19 Meter hohe Kupel und die Säulen sind alle aus irischem Marmor. Die Treppengeländer sind reich mit Motiven verziert und der Boden mit Mosaiken überzogen die an die Zivilisationen Griechenlands und Roms erinnerten. Sie Türrahmen waren aus Majolika und sahen wunderschön aus. Besonders beeindruckend war das riesige Tiermosaik in der Rotunde, der Eingangshalle. Und obwohl es verboten war, konnte ich doch nicht wiederstehen und musste ein paar Fotos machen, auch wenn es nicht unbedingt die besten geworden sind.




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| Die Rotunde |
Ich habe drei Stunden in dem Museum zugebracht und habe jeden einzelnen Raum erforscht. Es tat wunderbar gut sich so in geschichtliche Ereignisse und Fakten vertiefen zu können. :)
Schließlich bin ich zurück nach Hause, habe mich dort ein wenig mit den anderen unterhalten, aber da ich mich mit Bente und ihrer Freundin um 20.30 Uhr vorm Trinity College verabredet hatte und vorher noch was zu Abend essen wollte habe ich mich bald wieder auf den Weg gemacht.
Ich war etwas zu früh am vereinbarten Treffpunkt, aber das machte nichts, denn es gab so viel zu sehen! Für die Studenten war an dem Abend irgendein Ball und daher sah man überall junge Männer in schicken Anzügen und Mädels in hübschen Kleidern rumlaufen. Außerdem hatten sich zwei Jungs und ein Mädel (alle sehr fein angezogen) gaaaanz oben an einem der Türme des Colleges draußen vors Fenster gesetzt und wunken den Leuten unten auf der Kreuzung zu. Ein wenig gefählich sah das schon aus :P Schließlich kam Bente. Ihre Freundin war ein schwedisches Au Pair, ihr Name war Josephine und sie hat mich sooo ungemein an eine Freundin aus Berlin erinnert! Das war unglaublich! xD
Wir sind zu nem Pub und da hab ich mein erstes Guinness überhaupt getrunken. Hat sehr lecker geschmeckt. Ich wollte eigentlich so gegen 24 Uhr nach Hause gehen, weil ich plante am nächsten Morgen früh auzustehen um Howth in Ruhe anzugucken, aber Bente und Josephine haben mich dazu überredet noch mit ihnen Tanzen zu gehen. Wir sind also einmal quer durch Temple Bar durch (das bei Nacht noch viel krasser aussieht, als bei Tag!) und sind schließlich in einem Pub gelandet wo ein DJ auflegte. Es war kostenlos - aber dafür war die Musik crap. Haha Nach ca. einer Stunde sind wir schon wieder gegangen und haben uns auf zur O'Connel Street gemacht um dort im McDoof ein Eis zu essen. :P Und schließlich bin ich um halb drei in der Früh nach einem wunderbaren Tag und einem aufregenden Abend hundemüde ins Bett gefallen ...
Tag 3
...und wurde am Morgen ohne erbarmen von meinem Wecker um 8 Uhr schon wieder aus dem Schlaf gerissen. Nach einer weiteren halben Stunde des vor-mich-hindösens hab ich mich letzendlich aufgerafft und bin aufgestanden und um halb zehn saß ich dann im Bus nach Howth. 50 Minuten hat es gebraucht bis ich am Howth Summit ankam. Ich habe mir den Weg zum Cliff Path gesucht und mir bot sich eine wunderbarer Anblick und eine atemberaubende Aussicht. Da ich so früh da war, war ich beihnahe alleine und das erweckte ein unglaubliches Gefühl der Freiheit und ich stellte mich selbst als einsamen Wolf in dieser vom Wind und Wetter gezeichneten Landschaft vor, frei, allein, ungehemmt - und dann kam ein altes, schnatterndes Ehepaar daher gewandert und zerstörte meine wunderbare Illusion. Also nahm ich meine Kamera zu Hand und versuchte so viel festzuhalten wie ich konnte. Ich kam schließlich an eine Wegkreuzung und entschied mich nach links zu gehen und begann dem Pfad zu folgen...
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| Mein erster Blick vom Summit aufs Meer |
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| Einsamer Wolf und so ;) |
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| Ja, ich hab mich dann tatsächlich mal zum Rande des Kliffs gewagt (mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch) und einen Blick runter in die Tiefe gewagt ... |
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| ... und bin dann ganz schnell wieder diesen Trampelpfad hoch ... |
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| ...zum eigentlichen Weg. |
2 1/2 Stunden bin ich gewandert ohne zu wissen WOHIN ich eigentlich wandere. Ich habe immer wieder Pausen gemacht, mich auf kleine Bänke gesetzt und gelesen. Mit der Zeit kamen mir immer mehr Leute entgegen, also schlussfolgerte ich, dass ich ja irgendwo rauskommen musste. Und so war es schließlich auch. Ich kam in dem kleinen Dorf Howth raus und da sah ich dann die kleinen Insel und den Hafen, die ich gesehen hatte, als ich mit dem Flugzeug am Donnerstag Morgen angekommen war. Es war sozusagen das erste, was ich von Irland gesehen hatte. Und es war schon aufregend das, was ich erst von hoch oben in der Luft gesehen hatte, jetzt ganz nah zu sehen. Das Dorf war echt süß und man konnte sogar auf der Hafen-
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| Der Hafen und die kleinen Inseln |
mauer entlang wandern, aber mir taten die Füße und der Rücken weh und ich wollte einfach nur was Essen und ausruhen. Hab mich also zu einem Supermarkt durchgefragt und mir es dann auf einer Bank am Hafen gemütlich gemacht. Doch schließlich hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Ich hatte erst überlegt ob ich eine andere Route nehmen sollte, doch ich wollte noch mal den Cliff Path entlang, also stand meine Entscheidung fest. Es war ein wunderschöner Tag, doch das anstrengende war, dass einmal manchmal durch die Sonne so warm wurde, dass ich mir nicht schnell genug Jacke und Schal ausziehen konnte und im nächsten Moment kam so eine kalte Windböe daher, dass ich mir genauso schnell beides wieder anzog. Ich hatte es letztendlich zurück zum Summit geschafft, hab dann noch von einem japanischen Päärchen ein Foto gemacht, die sich dann vor Dankbarkeit nicht mehr eingekriegt haben, und hab dann voller Erleichterung gesehen, dass schon ein Bus zurück nach Dublin an der Bushaltestelle stand und ich mich reinsetzten konnte.




Auf der Busfahrt zurück bin ich beinahe eingepennt. Zum Glück hielt der Bus am North Strand, da hatte ich nur einen fünf minütigen Heimweg. Als ich zu Hause war, wollte ich mich eigentlich nur kurz hinlegen - aber sobald ich in der Horizontalen war, war ich weg. Ich hab durchgepennt bis 18 Uhr, aber da die Sonne so wunderbar schien, dachte man, es wäre noch gar nicht so spät. Nach und nach kamen die andern nach Hause und ich erzählte was ich den Tag über so gemacht hatte. Schließlich gab ich mir selbst einen Ruck, zog mir noch mal meine Jacke an und ging ein letztes mal zur O'Connel Street um mir was zu Essen zu kaufen und einen letzten Blick auf Dublin zu werfen. Als ich gegen 21 Uhr zurückkam waren Clare, Johnny und Michael in eine Diskussion über die Occupy Bewegung vertieft und da ich davon nicht wirklich viel mitbekommen hatte, hab ich mich zu Camilla in ihr Zimmer gesetzt und wir haben uns noch schön zwei Stunden unterhalten und festgestellt, dass wir wirklich viel gemeinsam haben. :)
Um Mitternacht lag ich im Bett, mit zwei Weckern für den nächsten Morgen (just in case ... ;) ), gepackter Tasche und einem glücklichen Gefühl im Bauch.
Tag 4
Um 5.35 Uhr rissen mich beide Wecker brav aus dem Schlaf. Aber ich war seltsamer hellwach - obwohl es ein Sonntagmorgen und es für ein Chilly eigentlich viel zu früh am Morgen war um wach zu sein ;) Ich hab mich rasch angezogen, Tasche geschnappt und hab mir dann am North Strand ein Taxi angehalten (oh Gott, war das ein cooles Gefühl den Arm auszustecken und dem Fahrer zu signalisieren, dass er anhalten sollte, hahahaha) und bin zum Flughafen gefahren. Dort habe ich Hannah und Charlie getroffen und zusammen sind wir durch die Security, haben uns bei Starbucks unser Frühstück gekauft und dann gings auch schon zum Gate. Charlie ist echt ein super lieber und daher hatten wir viel Spaß mit ihm, während wir auf das Signal zum Boarding warten mussten. Und finally, wir saßen im Flugzeug und mich überkam doch die Müdigkeit. Der Flug nach London dauert grad mal ne Stunde - und ich bin trotzdem weggepennt. In London angekommen wurde Charlie von Hannahs Gastfamilie abgeholt, aber da die gleich weiter zu nem Rugby Match fahren wollten, hat Hannah sich entschieden mit mir den Zug zu nehmen. Um halb elf war ich dann endlich zu Hause. Halb elf, Sonntag früh. Um die Zeit würde ich normalerweise an solch einem Tag erst aufstehen :P
Es waren 3 (1/2) wunderbare Tage in Dublin, die ich sehr genossen habe. Wir hatten ungemeines Glück mit dem Wetter - wir hatten eigentlich nur Sonnenschein, außer ganz kleinen Schauern, die aber meistens nur ein paar Minuten anhielten. Auch mein erstes Couchsurfing überhaupt war ein tolles Erlebnis und ein großer Erfolg und diese paar Tage aus London rauszukommen hat auch mal wieder gut getan. :)
Nach drei Wochen nicht wirklich regelmäßigem arbeiten (weil die Kinder erst zwei Wochen Ferien hatten - wovon sie für fünf Tage in Madrid waren! :D und ich dann nach Dublin bin), bin ich jetzt wieder in meinem Alltag gelandet. Aber ich habe mein Zimmer und und die Mädels vermisst und das ist eindeutig ein gutes Zeichen. :)
Die Zeit vergeht wie im Fluge. Wir haben schon die letzte Aprilwoche. In zwei Wochen kommt Nuni her (uuuh, ich kann es kaum erwarten!!), in drei Wochen habe ich Geburtstag (oh Gott, ich werd 20 o.O Raus aus den Teens - Neeeeiiiin!), in vier WOchen fahr ich für ein paar Tage nach Edinburgh und dann geht schon der Juni los! AAAAAaah! Alles viel zu schnell, viel zu schnell!!
Ich werde meine restliche Zeit hier noch ordentlich genießen!!
Liebe Grüße an euch alle!
Und viel Glück Lena und Nuni und allen anderen, die gerade Abi schreiben, bei euren Prüfungen!! Ihr schaft das! Fingers crossed und Daumen gedrückt!! ;)
Hab euch lieb!
Chilly
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