Sonntag, 4. September 2011

We could call you "Chichi"!

Hallihallo ihr Lieben,

tja, also das war mein erster Tag in London, aber ich fange wohl besser von vorne an:

Heute Morgen um 7.30 Uhr ging meine Reise los. Mit zwei Koffern und Laptoptasche fuhren meine Eltern und ich nach Hamburg. Dort lief alles soweit glatt (bis darauf, dass mein Laptop noch mal einer extra Untersuchung unterzogen wurde...). Der Flug war angenehm und wir trafen 15 Minuten zu früh in Heathrow ein. Ich holte mein Gepäck, kam beim Terminal 5 heraus - und sah niemanden. Aber irgendwo mussten sie ja sein, also suchte ich und entdeckte schließlich James (meinen Gastvater), der mich im selben Moment erblickte, erschrocken "Oh no!!" schrie, sich zu seinen Töchter umdrehte und sie anwies das eigens für mich gemachte Willkommens-Plakat auszurollen. Lydia (6) half bereitwillig mit, Felicity (9) versteckte sich erstmal hinter dem Rücken ihres Vaters. Ich hab mich trotzdem gefreut und das Plakat ist echt schön gemacht!
Dann gings ab nach Hause. Der Weg führte uns über die M4 und dann wollte James eine Abkürzung durch die Stadt nehmen, die dann doch keine wirkliche Abkürzung war. Das Problem war, dass einfach ein unglaublicher Verkehr war, weil die komplette Londoner Innenstadt abgesperrt war, und nur Fahrräder dort fahren durften am heutigen Tag. Daher wurden die Massen an Autos über die umliegenden Stadtteile geleitet. Wir brauchten also etwas länger, aber es war eine lustige Fahrt. James ist echt ein totaler Witzbold und seine Töchter stehen ihm in seinen ständigen ironischen Kommentaren und Äußerung in nichts nach. Vor allem Lydia hat immer schnell eine schlagfertigen Antwort parat. Felicity verhielt sich erst mal ruhiger. Lydia hatte schon innerhalb kurzer Zeit genug vertrauen zu mir aufgebaut, dass sie mich ohne zu zögern andauernd um die Hüfte herum umarmt. Felicity taute erst auf, als ich der Familie am Abend die Gastgeschenke überreichte. (Hm, ich hoffe, das lag nicht nur an den Haribo xD)
Jedenfalls habe ich im Grunde das ganze oberste Geschoss des Hauses für mich allein. Ein Schlafzimmer mit Schränken und Fernseher. Eine Art Wohnzimmer (jedoch klein) mit Tisch, Lampe, Bücherregal und ausziehbarer Couch. Und ein kleines Bad. Die Stufen zu meinen Zimmern hoch sind eng, schmal und klein. Aber es ist irgendwie typisch englisch :)
Am Nachmittag, als die Sonne dann noch mal rauskam (ja, so typisch es sich auch anhört, es hat tatsächlich geregnet, als ich in London ankam!), haben Louise (meine Gastmutter), Lydia und ich dann einen kleinen Spaziergang gemacht. Louise ist echt super nett! Sie hat mir vieles erklärt, mir gezeigt wo Cafés, kleine Läden, Bus - und Zugstation sind und vieles mehr.
Abends gab es lecker Hünchen und gebratene Kartoffel (James kocht sehr gerne und sehr gut!) und er hat seine Späßchen mit uns gemacht und sie haben mich über deutsche Wörter ausgefragt :D
Natürlich gab es auch Fragen zu meinem Namen. Ich werd jetzt vorerst Chilly genannt, aber wer weiß, was diese verückten Kinder sich noch ausdenken. haha James hat netterweise "Chichi" vorgeschlagen, was zum Glück von Felicity und Lydia ignoriert wurde!
So, ich bin jetzt ziemlich fertig und morgen wird ein neuer, aufregender Tag.

Liebe Grüße aus London!

Chilly




2 Kommentare:

  1. Mein Schatz, wie schön von Dir zu lesen und wie gut das es Dir bei Deiner gastfamilie so gut gefällt!! Liebste grüße und Kuß Mutti

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  2. Hörst sich gut an, viel Spass noch Papa

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